Beachhandball – Was ist das?

Handball im Sand? Geht nicht? Weit gefehlt! Beachhandball ist eine der am rasantesten wachsenden Trendsportarten weltweit und schon seit 2001 im Programm der World Games.

Wer auf die Historie des Handballs blickt, weiß ohnehin, dass unsere Sportart nicht schon immer ein Hallensport war. Noch bis in die 1960er Jahre wurde unter freiem Himmel, meist auf dem Großfeld auf Rasen gespielt.

Nur rund 40 Jahre später zog es den Handball erneut nach draußen. Doch der Untergrund änderte sich: Der moderne Freiluft-Handballer bevorzugt kleinere Felder aus Sand. Beachhandball ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch – und könnte perspektivisch sogar olympisch werden. 2024 wurde Beachhandball bei den olympischen Sommerspielen in Paris als Demonstrationswettbewerb („IHF Beach Handball Showcase“) ausgetragen.

Beachhandball vereint alle klassischen athletischen, sozialen und kompetitiven Komponenten des Hallenhandballs und macht daraus ein cooles Event aus Sommer, Sonne, Sand und bester Unterhaltung. Eine lockere Beach-Atmosphäre und die Integration des Publikums gehören zu jedem Beachhandball-Match – genauso wie spektakuläre Trickwürfe und waghalsige Abwehraktionen.

Dynamischer, action-geladener und fairer Sport mit Strand-Feeling: Diese Mixtur macht Beachhandball so einzigartig.

Das Spielfeld ist 12 m breit und 15 m lang. An die Spielfläche gliedert sich auf jeder Seite ein 6 m langer Torraum an. Die Tore (2 x 3 m) befinden sich am Ende des Torraumes in der Mitte der Torauslinie.

Eine Mannschaft besteht aus maximal 8 Spielern. Gespielt wird mit 3 Feldspielern und einem Torwart. Der Torwart kann als 4. Feldspieler mitspielen, jedoch sind die Ein- und Auswechselregularien (siehe unten) zu beachten.

Das Spiel beginnt immer mit einem Schiedsrichterball (jede Halbzeit sowie ggfs. beim „Sudden Death“). Die Spieldauer beträgt in der Regel 2 x 10 min. Bei Gleichstand zum Ende einer Halbzeit wird das Spiel (mit Schiedsrichterball) bis zum 1. Punktgewinn einer Mannschaft fortgesetzt (= „Sudden Death“).

Gewinner: die Mannschaft, die die 1. Hälfte gewinnt, erhält einen Punkt. Die 2. Hälfte beginnt wieder bei 0:0 und läuft nach dem gleichen Modus ab wie die erste. Gewinnen beide Mannschaften jeweils eine Hälfte, so entscheidet ein Penalty-Werfen (oder auch „Shoot-out“ genannt) über den Sieg.

Der Auswechselraum für Feldspieler ist 15 m lang und ca. 3 m breit. Es befindet sich je ein Auswechselraum an jeder Seite des Spielfeldes außerhalb der Seitenlinien. Es kann also „hinten“ (in der Abwehr) ein Spieler raus gehen und sofort danach „vorne“ ein anderer Spieler auf das Feld. Wechselt ein Spieler auf die falsche Seite -> siehe unter „Wechselfehler“.

Die Austrittszone des Torhüters ist die Seitenlinie im Bereich des Auswechselraums und die Seitenlinie im Bereich des eigenen Torraumes (einfach gesagt: raus kann der Torwart überall – aber natürlich nur auf „eigenen“ Seite). Der Torwart darf aber auch um mitzuspielen die eigene Torraumlinie überqueren und darüber wieder zurück (nur vorsichtshalber mal erklärt…). Die Eintrittszone der Torhüter (beim Torwartwechsel) ist jedoch auf die Seitenlinie im Bereich des eigenen Torraums (siehe Skizze) beschränkt.

Wechselfehler, sei es nun zu frühes Betreten des Feldes oder Wechseln auf der falschen Seite, werden mit einer Hinausstellung geahndet. Diese ist nicht zu vergleichen mit einer 2-min-Strafe, da der hinausgestellte Spieler wieder ersetzt werden darf oder das Spielfeld selber wieder betreten darf, sobald es einen Ballbesitzwechsel zwischen den beiden Mannschaften gegeben hat. Bei der 2. Hinausstellung wird der fehlbare Spieler jedoch disqualifiziert und darf erst wieder beim nächsten Spiel eingesetzt werden.

Beim Beachhandball wird der Spielstand durch Punkte und nicht durch Tore angezeigt. Ein Tor ergibt 1 Punkt. Ein „kreatives“ Tor (z.B. Kempa-Tor oder Pirouette) ergibt 2 Punkte. Ein Torwart-Tor sowie der Direktwurf von Tor zu Tor sowie ein 6m-Tor zählen auch 2 Punkte. Anm: Die neuen Regeln (seit 2006) sehen nur noch diese beiden Wertungen vor, also keine 3 Punkte mehr für z.B. einen Torwart-Kempa oder bei Verstößen wie z.B. Wechselfehlern.

Im Gegensatz zum Hallenhandball ist es erlaubt, einen im Torraum ruhenden Ball aufzunehmen (ohne den Torraum vor und während des Ballkontaktes zu betreten). Ein 6-Meter-Strafwurf wird mittig direkt hinter der Torraumlinie ausgeführt (mit 1 m Abstand der andern Spieler). Dies entspricht dem 7m-Wurf in der Halle.

Penalty-Werfen: Es treten 5 Schützen jeder Mannschaft an. Der Werfer steht am eigenen Torraum in einer Spielfeldecke, der Torwart steht auf der Torlinie. Der Ablauf beginnt mit einem Pass vom Werfer auf seinen Torwart, der wiederum einen Rückpass auf den auf das gegnerische Tor zulaufenden Werfer gibt. Jeder Ballkontakt (bei Fang- oder Passfehler) mit dem Boden, sei es beim Torwart oder beim Schützen, hat den sofortigen Abbruch des Ablaufes zur Folge. Der Schütze fängt den Ball und wirft unter Beachtung der 3-Schritte-Regel auf das gegnerische Tor. Ein so erzieltes Tor ergibt einen Punkt. Spektakuläre Tore aus diesem Ablauf zählen ebenfalls 2 Punkte.

Quelle: DHB

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